Die AOC

AOC Alsace Grands Crus

Die Bezeichnung Grand Cru kam erstmals im 9. Jahrhundert im Elsass auf. Die besten Terroirs entstanden aus dem Fachwissen und der Erfahrung der Winzer, die mit der Zeit bemerkenswerte Böden mit einzigartigem Mikroklima an zum Teil schwindelerregend steilen Hängen auftaten. Das Mosaik der Alsace Grands Crus setzt sich heute aus 51 nach strengen geologischen und klimatischen Gesichtspunkten klar abgegrenzten Terroirs zusammen. Ihre Weine machen 4 % der Gesamtproduktion des Weinbaugebiets aus.

Abgegrenzte Parzellen

Diese aussergewöhnlichen und von den wichtigsten historischen Anbaugebieten inspirierten Lieux-dits wurden vom INAO im Rahmen mehrerer Sitzungen des Ausschusses in präzise abgegrenzte Parzellen aufgeteilt. 

Von 1975 bis 2007 wurden so nach und nach 51 Lieux-dits mit Flächen von 3 bis 80 Hektar festgelegt.

51 AOC Alsace Grands Crus 

Zum Schutz dieser Herkunftsbezeichnungen wurden die Namen der 51 Lieux-dits im Oktober 2011 als Warennamen eingetragen. Das Elsass zählt nunmehr 51 AOC Alsace Grands Crus, deren Qualität zusätzlich durch eine AOP (europäisches Pendant zur AOC) geschützt ist. 

Das neue Pflichtenheft umfasst eine komplette Beschreibung dieser 51 geografischen Zonen, die nicht nur Informationen zu Qualität und Eigenschaften der Weine enthält, sondern auch die natürlichen und menschlichen Faktoren darstellt, die zur Verbindung mit dem Terroir beitragen.

Die strengsten Produktionsvorschriften des Weinbaugebiets

Das Pflichtenheft 2011 enthält die Vorschriften zu Reberziehung, Weinbereitung, Erträgen, Lese der Weinbeeren usw.

Doch bereits 2001 zielte der Erlass vom 24. Januar auf eine stärkere Einbeziehung der Winzergewerkschaften in die Verwaltung ihres Lieu-dit ab. Diese lokale Verwaltung ermöglichte den Produzenten von Grands Crus, gemeinsam die Qualität und Typizität der Weine ihres Terroirs zu fördern. Dank dieser Flexibilität können sie heute ehrgeizige Ziele verfolgen. 

So beschreibt das neue Pflichtenheft verschärfte Vorschriften, die für die Lieux-dits Zotzenberg, Altenberg de Bergheim und Kaefferkopf festgelegt wurden.

Ertrag

Der Grundertrag für jede Rebsorte eines Grands Cru liegt bei 55 hl/ha. 

Rebsortenbestand

Vier Rebsorten sind in der Regel für die Bezeichnung Grands Crus zugelassen: Riesling, Muscat, Pinot Gris und Gewurztraminer. Allerdings gibt es drei Ausnahmen: Die Assemblage von Rebsorten sind in Altenberg de Bergheim und im Kaefferkopf zugelassen, während der Sylvaner im Zotzenberg erlaubt ist. 

Auf dem Etikett... 

Auf dem Etikett muss eine der 51 Bezeichnungen mit dem Namen des Lieu-dit und dem Jahrgang vermerkt sein. In der Regel ist auch die Rebsorte angegeben, es sei denn, es handelt sich um Assemblage-Weine. Vendanges Tardives & Sélection de Grains Nobles: Die Bezeichnung Alsace Grands Crus kann auf dem Etikett durch eine dieser beiden renommierten Vermerke ergänzt werden. 

Die Verbindung zum Terroir

Die ständige Weiterentwicklung des Rechtsrahmens durch die Einführung immer strengerer Vorschriften verfolgt nur ein Ziel: den einzigartigen und originellen Einfluss aussergewöhnlicher Terroirs auf authentische Weine zu festigen, die das Gedächtnis der Steine und den besonderen Geist jedes Lieu-dit in sich tragen.

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